Legenden unter sich - TV 1894 Altenhasslau eV

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Legenden unter sich

Berichte > 2019 > September 2019
Quelle/Autor:

Gelnhäuser
Neue Zeitung

03.09.2019
Großes Wiedersehen beim Jubiläumsfest des Turnvereins Altenhaßlau
 
Für den zweiten Tag der Feier zum 125-jährigen Bestehen hatte der Turnverein Altenhaßlau neben der Öffentlichkeit unter dem Motto „Legendentreffen“ auch ehemalige Aktive eingeladen. Vor allem die Handballer versammelten sich fleißig rund um das Festzelt an der Brentanohalle, während der Nachwuchs drinnen beim Spielefest viel Spaß an der gemeinsamen Bewegung hatte.
 
„Wir gehörten damals zu den ersten Frauen, die Handball gespielt haben“, berichtete Edith Haas und deutet dabei auf das Bild an der Wand, auf dem 90 Jahre Handball beim TV Altenhaßlau (TVA) zusammengefasst worden waren. Ihre Mitspielerinnen Ulla Liehm und Gisela Bohlender gehörten zu den Besuchern des „Legendentreffens“. Hilde Delhey war als eine der Organisatorinnen des Spielefestes sogar aktiv am Jubiläum beteiligt. Am Rande des Festzelts hatten sich einige weitere ehemalige Handballerinnen versammelt. „Wir waren 1991 Meister in der B-Liga“, berichtete Petra Höfer. Sie freute sich, dass sich so viele Handballer, auch wenn sie nicht mehr für den TVA aktiv oder wenn sie gar zu anderen Vereinen gewechselt sind, weiter dem Verein und der schönen Zeit dort verbunden fühlen. Birgit Thum hatte das Team von 1991 angeschrieben und am Ende noch viele weitere ehemalige Spielerinnen aktiviert. So wie ihre männlichen Sportkameraden schwelgten sie in Erinnerungen und Anekdoten der gemeinsamen Tage.
 
„Man sagt ja eigentlich, Handballer hätten Ballgefühl. Aber Louis Rack konnte ich das Tennisspielen nicht beibringen“, sagte Jürgen Lehmann lachend. In den 80er-Jahren war der Tennislehrer ein erfolgreicher Handballer und zwei Mal unter Trainer Manfred Apel Meister. Der ehemalige Nationaltorhüter im Großfels wusste genau, wieso er den Trainerposten in Altenhaßlau übernommen hatte. „Ich hatte drei gute Angebote. Der TVA war das schlechteste Team, hatte aber das meiste Potenzial“, verriet der Meistermacher.
 
Eigentlich hatte er seine Karriere beenden wollen, war aber nach drei Jahren Pause noch mal zurückgekommen, hatte für ein Jahr die zweite Mannschaft übernommen und war schließlich zur ersten zurückgekehrt. „Wir waren brutaler Außenseiter“, erinnerte er sich. „Am vorletzten Spieltag haben wir als Zweiter den Tabellenführer Götzenhain geschlagen und deren vorbereitete Meisterfeier gesprengt.“ Eine Woche hatte der TVA den eigenen Titelgewinn perfekt gemacht. Dann war für Manfred Apel Schluss, und Uli Schulz übernahm. Auch er möchte die Zeit nicht missen und hatte für einen Mann im Hintergrund ein großes Lob: „Herrmann Bohlender war der beste Betreuer, den man sich vorstellen konnte.“
 
Der ehemalige Abteilungsleiter Michael Thum konnte sich das Grinsen nicht mehr verkneifen. „So habe ich mir dieses Treffen vorgestellt“, war Thum froh, die alten Zeiten aufleben lassen zu können. Der ehemalige Spieler Werner Moodt, der langjährige Sponsor Arnold Kinkal und Joachim Kling konnten nur zustimmen. Kling war selbst lange aktiv gewesen und hatte auch die Handball-Abteilung geleitet. „Ein Jahr sogar aus Südafrika. Aber da war die Entfernung zu groß“, verriet Kling. Missen möchte er keine Minute beim TVA. Und darauf stießen die ehemaligen Handballer meist mit alkoholfreiem Bier gerne an. So ein bisschen Sportler sind alle noch immer.
 
Der Vorsitzende Klaus Paul begrüßte den Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann und Gisela Bohlender als Vertreter des Bürgermeisters und zeigte den Besuchern, wie sich die Kinder und Jugendlichen an dem Angebot des Spielefests erfreuten, das mit drei Handballspielen der Nachwuchsteams des TVA bereichert wurde. Die Freude an der Bewegung in einer starken Gemeinschaft zu finden, ist eine der Hauptaufgaben, die in der Nachwuchsarbeit bei den Handballern wie bei den Turnern gleichermaßen gilt.
 
Im Zelt wurden mit Musik unter anderem von – den „Quietschnüss“ des LCV – „Die Haselnüss“ eine schöne Zeit genossen und neue Erinnerungen geschaffen, die vielleicht bei einem der nächsten Jubiläumsfeste ins Spiel kommen werden. Denn das hehre Ziel aller Beteiligten ist es, die große Tradition in Handball und Turnen zu bewahren und als ein Verein mit Bewusstsein sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft weiterzuführen.

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